Müde und teils angewidert von etlichen Blogbeiträgen diverser verblendeter Fanboys werde auch ich “just my 2 cents” jetzt mal öffentlich kundgeben…
Ach und übrigens, nicht nur Fanboys scheinen auf die “digitale Damenbinde” abzufahren (von mir auch liebevoll iPod touch in Größe eines Backblechs genannt), auch die Euphorie vieler Girls gleicht derer während eines Tokio Hotel Konzerts…
Wo waren wir stehengeblieben? Richtig, gestern wurde nun dieses “Ding” von Gott Jesus Steve Jobs vorgestellt…
Auf den ersten Blick erinnert es ziemlich stark an einen digitalen Bilderrahmen aus dem Weihnachtsgeschäft vieler Discounter. Und wo wir grad beim Rahmen sind, der ist beim iPad wirklich breit! Erinnert mich irgendwie an meine Schulzeit… “Rechts bitte 5cm Korrekturrand freilassen!”
Im Wesentlichen gibt es keine weltbewegenden neuen Funktionen gegenüber iPhone und iPod touch – aber es hat den Anschein, als freue sich die Fanboy-Gemeinde allgemein über schon Altbekanntes. Nun gut, fällt die Umstellung nicht so schwer, auch wenn die Weiterentwicklung dafür mal kurzerhand auf der Strecke bleibt. Kalender, Adressbuch, Notizen, Google Maps, Safari, Mail, Fotos/Videos, Youtube, iTunes, AppStore alles schon dagewesen… Was neu (aber auch bei iPhone und iPod touch schon längst überfällig) am iPhone OS 3.2 ist: die Möglichkeit der Dateifreigabe, Apple Bluetooth Tastaturen zur Eingabe zu nutzen, die schnellere CPU aus eigener Produktion, sowie optionale Software iWork (Keynote, Pages, Numbers) und iBook (eBook-Store). Alles andere ist wie gehabt, wenn auch aufs Gerät -und nicht zuletzt auf die Auflösung- zugschnitten. Um diese Handvoll neuerfundenen Räder zu präsentieren, brauchte man in San Francisco geschlagene eineinhalb Stunden. Gut, dass ich diese Zeit anderweitig genutzt habe und mich mein Bauchgefühl nicht getäuscht hat.
Warum das iPad ein abdingbares Übel ist!
Vor 6 Wochen erreichten die Nachrichten-Apps von Bild und Spiegel den AppStore. Zum augenscheinlichen Preis von 0,79 EUR erwartet einen nach dem Download eine “Basis-Version”. Etwas mehr lesen darf man immerhin für 1,59 EUR monatlich (per In-App-Purchase) den vollen Umfang inklusive sog. “Premium-Inhalten” gibt es für 3,99 EUR monatlich (per In-App-Purchase). Schon Monate brodelte es in der Nutzerschaft vor sich hin: “Warum sollen wir iPhone-User dafür zahlen und z.B. Nokia-User nicht?” Hunderte, nein, tausende Tweets widmeten sich seinerzeit diesem Thema. Tja… Und mittlerweile schüttelt Opa Siebelt morgens, während er mit den Jungs im Pritschenwagen zum Bau fährt, noch schnell die Hüllen vom “Seite-1-Girls” und ist zufrieden. “Wad kost’ die Welt Bild”, sagt er. Noch in diesem Jahr sollen Paid-Content Nachrichten-Apps von B.Z. und Süddeutsche Zeitung folgen. Endlich haben die Zeitungen – dank des Hypes und der Verbreitung des iPhones – auch endlich die Möglichkeit, ihr bisher kostenloses Angebot nur noch gegen Bares abzuliefern. Und jetzt passiert beim iPad genau dasselbe. Apple bietet Verlegern und Autoren mit der App iBooks jetzt sogar einen Marktplatz an, in dem Bücher, Zeitungen und Magazine zu Preisen zwischen $4,99-$14,99 angeboten werden können (deutsche Preise warten wir mal ab, vermutlich wird aber die Faustregel “Ersetze $ durch €” Anwendung finden…).
Einzig denkbare Daseinsberechtigung fürs iPad – sollte es der Playboy doch irgendwann in iBooks schaffen – das große, abwaschbare oleophobisches Display…
Stichwort: Sicherheit
Wie steht es um die Prüfung eingestellter eBooks? Bisweilen wurden im AppStore immer wieder Apps verhältnismäßig blauäugig durchgewunken – wobei es wohlweißlich niemanden wirklich stört, wenn ein C64-Emulator durch ein Hintertürchen auch in der Lage ist sog. ROMs abzuspielen. Wie aber verhält es sich, wenn sich auf Seite 378 ff. eines vermeintlichen Romans Anleitungen zum Bau einer Bombe wiederfinden? Verbunden damit ist die Frage: Wie groß ist die Prüfungskomission dimensioniert, dass der zukünftig eingereichte Inhalt aufs Penibelste untersucht werden kann?















Wie nach jeder Apple Keynote steht selbstverständlich auch dieses Mal das gesamte Event als Videostream zur Verfügung und das in 3 Qualitätsstufen:





















